Sonntag, 8. September 2013

07.09.2013 Ulan Bator

Der Tag gestern sollte extrem unspektakulär weitergehen, da wir im Grunde nur mit dem Grenzübertritt zu tun hatten, oder auch nicht zu tun hatten. Die ganze Nummer zog sich mehr oder weniger über den ganzen Tag hin. Als wir dann wirklich durch die Mongolei gefahren sind war es bereits dunkel. Pünktlich sind wir dann in Ulan Bator angekommen.
Die 1,1 Millionen Stadt ist sicher keine Reise wert auf den ersten Blick. Es ist keine schöne Stadt.
Gleich nach Ankunft in unserem Hotel gibt es ein Frühstück, wir bringen die Koffer unter und es geht auf eine Stadtrundfahrt. Einziges Highlight im Grunde ist das Gandan Kloster, größtes Lama Kloster des Landes.
Es sollte aber besser kommen … Da alle Museen der Stadt heute geschlossen waren konnten wir die im Programm vorgesehen Punkte nicht abarbeiten. Alle Angestellten der öffentlichen Museen waren auf einem traditionellen Fest auf dem Platz vor der Stadt wo sonst das Nadaam Fest stattfindet, das größte Fest in der Mongolei mit Reitern, Bogenschießen, Ringern usw.
Statt in den Museen waren wir dann also dort … im übrigen die einzigen Europäer.
Das mitzuerleben war eine tolle Sache bei strahlendem Sonnenschein !
Es gab sogar eine Miss Wahl zu bestaunen …
Danach ging es in ein Mongolisches Restaurant … was wirklich gar nicht mal schlecht war.
Nun ist es 23:20 … endlich mal wieder ein richtiges Bett und eine Dusche !!
Das Internet ist gerade zusammengebrochen … ich hoffe das ich, bevor wir morgen in den Nationalpark fahren, noch etwas posten kann, wenn es wieder funktioniert. Es soll erst um 10:00 los gehen … mal schauen.

Gandan Kloster

Regierungssitz ...

Ringer beim "kleinen Nadaam Fest" :-)

Das "Knochenspiel" ...

... beim Mongolen ^^

Freitag, 6. September 2013

06.09.2013 Nauschki, Zug 362 nach Ulan Bator

Soeben ist die Zoll- und Passkontrolle auf der russischen Seite der Grenze zur Mongolei an uns vorbeigegangen. Scheinen ziemlich Aufwand damit zu treiben. Wir stehen schon seit 5 Stunden an der Grenze, aber das soll zum Prozedere gehören und wir waren darauf vorbereitet. Gleich geht es dann auf die Mongolische Seite.
Der Abend im Zug war ruhig. Wir haben noch mit Eva und Markus ein Bier getrunken … sie haben uns heute Morgen in Ulan Ude verlassen um weiter nach Wladiwostock zu reisen, Sehr schade das die beiden uns verlassen, sie haben für ordentlich Leben gesorgt. Heute morgen um 6:44 haben wir sie dann noch auf dem Bahnsteig verabschiedet.
Ansonsten verlief der Tag bislang vollkommen ruhig und unspektakulär … ich denke auch nicht das noch was kommt. Mal sehen wie es dann in der Mongolei wird, morgen um 6:10 sollten wir ankommen. Danach ist dann gleich volles Programm ...


Cooler Ausblick am Ende des Zuges ...

Es hat lange Züge auch hier :-)

Donnerstag, 5. September 2013

05.09.2013 Insel Olchon / Irkutsk / Zug 362 nach Ulan Bator

Der gestrige Abend endete wiederum am Lagerfeuer … mit viel Wodka wurde auf unseren letzten Abend auf der Insel angestoßen, was am morgen zum Gebrauch einer Aspirin führte :-)
Wir verlassen die Insel gegen 10:00. Beim Frühstück macht die unglaubliche Geschichte eines Tellerminen großen Pilzes die Runde, die unsere „Itzehoer“ unter ihrem Bett fanden … nachdem für die Abreise gepackt wurde hatte man noch mal einen Blick unters Bett geworfen und so jenen Pilz entdeckt. Um welche Art es sich handelte blieb im Dunkeln … schön ist das sicher nicht. Merke : nicht unter Betten gucken :-)
Die Fahrt zurück nach Irkutsk sollte dann auch länger dauern als gedacht. Wir wurden auf zwei Kleinbusse aufgeteilt. Der Fahrer unseres Busses schien allerdings entweder übermüdet, besoffen oder sonst irgendwelche Probleme zu haben. Nach dem unsere gute Swetlana den Mann ziemlich wüsst darauf hinwies vernünftig zu fahren, aber keine Besserung in Sicht war, endete die Reise 124 km vor Irkutsk irgendwo im nirgendwo. Ein neuer Kleinbus mit Fahrer kam dann nach 2 Stunden und hat uns sicher zurück gebracht. Abends gab es dann die Gelegenheit noch eine Pizza zu essen (!!) und den Blog endlich mal wieder hoch zu laden. Um 21:15 ging es dann zum Bahnhof wo wir unseren Zug Nr. 362 Richtung Ulan Bator bestiegen ...

Abenteuerliche Strassen haben die ...

Fähranleger Olchon ...

"Bequem" um Auto ...


Mittwoch, 4. September 2013

04.09.2013 Chuschir, Insel Olchon im Baikalsee

Gestern am Lagerfeuer war es wirklich noch schön. Irgendwelche Leute erzählen von unglaublichen Trips irgendwo in Sibirien und der Mongolei. Ich stelle fest das ich ein Waisenknabe in Sachen Reisen bin …
Geraden kommen Kalli und die anderen vom Strand … die waren wirklich BADEN ! Dem vernehmen nach war es wohl wie erwartet kalt :-)
Heute dann also der Süden der Insel. Wie erwartet im Grunde das gleiche wie im Norden … nur nicht so spektakuläre Ausblicke. Dadurch auch nicht so dolle … einzig den letzten Spot fand ich ganz gut … guter Ausblick auf Chuschir.
Da wir schon gegen 15:00 wieder hier waren hab ich soweit alles schon gepackt für unsere Abreise morgen … und noch mal ausgiebig geduscht, wer weiß wann man das nächste mal duschen kann :-)
Morgen nach dem Frühstück geht es dann zurück nach Irkutsk, wo wir am Nachmittag eintreffen werden. Wir haben dann noch etwas Zeit und ich hoffe endlich meine ganzen geschriebenen Blogs hochladen zu können. Das örtliche Internetcafe bestand aus einem alten Wohnwagen und einem alten Laptop. Leider ließ sich sich dort mit Bildern nichts hochladen … ansonsten hat es funktioniert, immerhin !
Um 22:10 geht unser Zug Nummer 362 Richtung Mongolische Grenze. Es stehen uns ca. 32 Stunden Zug fahren bevor ...

Strassen gibt es im Grunde nur solche ...

Am Baikalstrand :-)

Unser Dorf ...


Dienstag, 3. September 2013

03.09.2013 Chuschir, Insel Olchon im Baikalsee

Keine Überraschungen mehr ...
Heute nun also unsere Tour zum Nordkap der Insel, ca. 35 km von Chuschir entfernt. Klingt nach einem 2 Stunden Ausflug, dauert aber mehrere Stunden. Das Stichwort ist : keine asphaltierten Straßen, Schlaglöcher groß wie Badewannen … im Grunde nur eine Piste. Wir werden auf der Fahrt ordentlich durchgeschüttelt und teilweise ist es wie Achterbahn fahren :-)
Dafür lohnt sich das Kap Choboy. Es ist herrliches Wetter und man kann beide Ufer des Baikalsees sehen, immerhin eine Strecke von 80 km. Es wird noch an verschiedenen Aussichtspunkten gehalten. Unterwegs gibt es ein „Picknick“ …
Unsere Fahrer sind Burijaten … und die Gebetsmühle in unserem Fahrzeug hilft :-) … wir kommen am späten Nachmittag heile wieder an.
Danach sind wir so gar so das wir erst mal zwei Stunden pennen.
Essen, Absacker und duschen, schwupps ist es 22:30 … Teile unserer Reisegruppe „Schönes Olchon“ sitzen noch am Lagerfeuer … dorthin werde ich gleich auch noch wechseln.
Morgen geht es auf die „Südtour“ … ich denke das wird ähnlich wie heute werden. Das gute daran ist das es morgen erst um 9:30 los geht :-).
Meine Wäsche, die ich gestern zum waschen abgegeben habe, ist auch wieder da … immerhin sauber, so habe ich wieder etwas zum anziehen für die nächsten Tage !

Am Nordkap auf Olchon ...

Coole Wagen ... aber bequem is anders ... aber für die Strassen hier perfekt ...

Küstenabschnitt auf Olchon


Montag, 2. September 2013

02.09.2013 Chuschir, Insel Olchon im Baikalsee

… Olchon, von wegen Nordkap. Heute morgen hat es geregnet, beim Frühstück entscheidet sich die Reisegruppe gegen den Ausflug und für den freien Tag auf der Insel. Also werden wir morgen den Ausflug unternehmen, in der Hoffnung auf besseres Wetter. 1 Stunde später war dann die Sonne wieder da … kann man es ahnen ?
Also Erkundung der Umgebung … schöne Landschaften, es stellt sich heraus das unsere Behausung die einzige ist mit Blick auf den See … immerhin :-)
Wie das ganze hier ausschaut zeigen die Bilder zum Tage … es ist jetzt 18:30 … ich denke nicht das der Abend noch Überraschungen bereit hält, aber wer weiß :-) … sollte es welche geben werde ich sie morgen berichten.

Chuschir ...

"Hotel" ??!

Unsere Luxushütte :-)

Sonntag, 1. September 2013

01.09.2013 Chuschir, Insel Olchon im Baikalsees

Heute morgen geht es um 8:00 von Listwjanka aus zurück nach Irkutsk. Auf dem Weg wird das Baikalmuseum und ein Museumsdorf besucht. Unsere örtliche Reiseführerin gibt Einblicke zur Entstehungsgeschichte, Flora und Fauna des Sees … interessant ! Nur ein paar Schlagworte : Tiefste Stelle des Sees 1637 m, 20% der Süßwasserreserven der Erde, Sichtweite 65 m …
Im Museumsdorf dann Einblicke zur Besiedlung Sibiriens. Das Wetter ist bis dahin nicht mehr so gut, nur noch 14 Grad ! Ein solches Temperaturgefälle soll aber normal sein. Die ersten Nachtfröste gibt es hier ab Mitte September dann … wie das hier wohl im Winter ist, wenn es hier bis zu -40 Grad hat … kaum vorstellbar!
In Irkutsk zurück wird das Gepäck abgeholt und dann beginnt die Fahrt auf die Insel Olchon. Wir fahren ca. 6 Stunden zum Fähranleger. Es wird in kleinen Minibussen gefahren, die die besten Tage auch schon hinter sich haben. Die Straßen tun ihr übriges …
Auf der Insel selber scheint es keine geteerten Straßen mehr zu geben, entsprechend kann man
sich die Fahrt vorstellen. Wir kommen in unserer Unterkunft an … ja … da bin ich nun, auf einer Insel im Baikalsee deren Namen ich vor einem Jahr nicht mal kannte! Jugendherbergsstyle wäre zu viel … es ist eher sehr Basic … und abgefahrenes Travellervolk rennt hier rum ! Wir haben ja 4 Nächte hier, genug Zeit noch Fotos zu machen. Jetzt ist es 0:45 … Zeit zum schlafen, der Wecker klingelt in 6 Stunden und es gibt einen Tagestrip ans Nordkap der Insel ...

Sibirische Baukunst ...

Insel Olchon ...


Fähre auf die Insel ...