Dienstag, 3. September 2013

03.09.2013 Chuschir, Insel Olchon im Baikalsee

Keine Überraschungen mehr ...
Heute nun also unsere Tour zum Nordkap der Insel, ca. 35 km von Chuschir entfernt. Klingt nach einem 2 Stunden Ausflug, dauert aber mehrere Stunden. Das Stichwort ist : keine asphaltierten Straßen, Schlaglöcher groß wie Badewannen … im Grunde nur eine Piste. Wir werden auf der Fahrt ordentlich durchgeschüttelt und teilweise ist es wie Achterbahn fahren :-)
Dafür lohnt sich das Kap Choboy. Es ist herrliches Wetter und man kann beide Ufer des Baikalsees sehen, immerhin eine Strecke von 80 km. Es wird noch an verschiedenen Aussichtspunkten gehalten. Unterwegs gibt es ein „Picknick“ …
Unsere Fahrer sind Burijaten … und die Gebetsmühle in unserem Fahrzeug hilft :-) … wir kommen am späten Nachmittag heile wieder an.
Danach sind wir so gar so das wir erst mal zwei Stunden pennen.
Essen, Absacker und duschen, schwupps ist es 22:30 … Teile unserer Reisegruppe „Schönes Olchon“ sitzen noch am Lagerfeuer … dorthin werde ich gleich auch noch wechseln.
Morgen geht es auf die „Südtour“ … ich denke das wird ähnlich wie heute werden. Das gute daran ist das es morgen erst um 9:30 los geht :-).
Meine Wäsche, die ich gestern zum waschen abgegeben habe, ist auch wieder da … immerhin sauber, so habe ich wieder etwas zum anziehen für die nächsten Tage !

Am Nordkap auf Olchon ...

Coole Wagen ... aber bequem is anders ... aber für die Strassen hier perfekt ...

Küstenabschnitt auf Olchon


Montag, 2. September 2013

02.09.2013 Chuschir, Insel Olchon im Baikalsee

… Olchon, von wegen Nordkap. Heute morgen hat es geregnet, beim Frühstück entscheidet sich die Reisegruppe gegen den Ausflug und für den freien Tag auf der Insel. Also werden wir morgen den Ausflug unternehmen, in der Hoffnung auf besseres Wetter. 1 Stunde später war dann die Sonne wieder da … kann man es ahnen ?
Also Erkundung der Umgebung … schöne Landschaften, es stellt sich heraus das unsere Behausung die einzige ist mit Blick auf den See … immerhin :-)
Wie das ganze hier ausschaut zeigen die Bilder zum Tage … es ist jetzt 18:30 … ich denke nicht das der Abend noch Überraschungen bereit hält, aber wer weiß :-) … sollte es welche geben werde ich sie morgen berichten.

Chuschir ...

"Hotel" ??!

Unsere Luxushütte :-)

Sonntag, 1. September 2013

01.09.2013 Chuschir, Insel Olchon im Baikalsees

Heute morgen geht es um 8:00 von Listwjanka aus zurück nach Irkutsk. Auf dem Weg wird das Baikalmuseum und ein Museumsdorf besucht. Unsere örtliche Reiseführerin gibt Einblicke zur Entstehungsgeschichte, Flora und Fauna des Sees … interessant ! Nur ein paar Schlagworte : Tiefste Stelle des Sees 1637 m, 20% der Süßwasserreserven der Erde, Sichtweite 65 m …
Im Museumsdorf dann Einblicke zur Besiedlung Sibiriens. Das Wetter ist bis dahin nicht mehr so gut, nur noch 14 Grad ! Ein solches Temperaturgefälle soll aber normal sein. Die ersten Nachtfröste gibt es hier ab Mitte September dann … wie das hier wohl im Winter ist, wenn es hier bis zu -40 Grad hat … kaum vorstellbar!
In Irkutsk zurück wird das Gepäck abgeholt und dann beginnt die Fahrt auf die Insel Olchon. Wir fahren ca. 6 Stunden zum Fähranleger. Es wird in kleinen Minibussen gefahren, die die besten Tage auch schon hinter sich haben. Die Straßen tun ihr übriges …
Auf der Insel selber scheint es keine geteerten Straßen mehr zu geben, entsprechend kann man
sich die Fahrt vorstellen. Wir kommen in unserer Unterkunft an … ja … da bin ich nun, auf einer Insel im Baikalsee deren Namen ich vor einem Jahr nicht mal kannte! Jugendherbergsstyle wäre zu viel … es ist eher sehr Basic … und abgefahrenes Travellervolk rennt hier rum ! Wir haben ja 4 Nächte hier, genug Zeit noch Fotos zu machen. Jetzt ist es 0:45 … Zeit zum schlafen, der Wecker klingelt in 6 Stunden und es gibt einen Tagestrip ans Nordkap der Insel ...

Sibirische Baukunst ...

Insel Olchon ...


Fähre auf die Insel ...


Samstag, 31. August 2013

31.08.2013 Listwjanka, Baikalsee

Heute morgen um 7:30 sind wir mit dem Bus abgeholt worden und zum Hauptbahnhof von Irkutsk gefahren. Das Hauptgepäck ist im Hotel geblieben, da wir morgen wieder nach Irkutsk zurückkehren und dann weiter auf die Insel Olchon im Baikalsee fahren.
Erst ging die Fahrt auf der normalen Trasse nach Sludjanka, die Stadt mit dem einzigen Marmorbahnhof der Welt … naja, hätte ich mir spektakulärer vorgestellt, aber immerhin.
Von dort verläuft die zum UNESCO Weltkulturerbe gehörende alte Trasse der Transib. Der Zug fährt die ganze Zeit am Ufer des Sees entlang und hält ab und an. Dabei ist er nie schneller als 40 km/h. Bei super Wetter (26 Grad) tuckern wir also mit der Bahn nach Port Baikal. Die ganze Nummer dauert bis ca. 18:30. Von dort bringt uns eine kleine Fähre über den Fluss Angara (einziger Abfluss des Baikalsees) nach Listwjanka, wo wir eine kleine „Pension“ beziehen.
Der Abend klingt aus in einem Restaurant bei gegrilltem Omul. Abends sitzen wir noch mit teilen der Reisegruppe auf einen Wodka zusammen :-) … mir wird klar das viele unserer Mitreisenden
wirklich unsere Eltern sein könnten. Es wird von Plateau Schuhen und Schlaghosen, von den 68ern und so erzähl. Ein super spannender Abend ...

Lok ...

Alte Transib-Trasse

Blick auf den Baikal - See

Einer von über 20 Tunneln ...

Port Baikal

Freitag, 30. August 2013

30.08.2013 Irkutsk

Der Zug hat über nacht eine halbe Stunde gut gemacht und so kommen wir um kurz nach 10:00 Ortszeit in Irkutsk an. (5191 km liegen jetzt hinter uns). Wir checken kurz ins Hotel ein und brechen dann zu einem Stadtrundgang auf. Im Grunde eine „schöne“ Stadt für russische Verhältnisse.
Alle sind aber noch ziemlich geschafft vom Vortag. Gegen 15:00 ist dann aber freie Zeit angesagt.
Das W-Lan funktioniert gut … also gibt es nun das ganze Geschreibsel der letzten Tage auf mal :-)
Morgen geht es auf der alten Baikaltrasse der Transib, die direkt am Baikalsee entlangführt, nach Port Baikal. Schon wieder früh aufstehen … mal schaun :-)
Im übrigen sind wir in Sibirien, strahlend schönes Wetter, 26 Grad. Morgen soll es noch wärmer werden, bevor es dann wohl etwas kühler werden soll.

Irkutsk Hauptbahnhof

Eine der schönen Kirchen ...

Holzhaus in der Stadt im typoschen sibirischen Stil ...

Einkaufsstrasse in Irkutsk

Donnerstag, 29. August 2013

29.08.2013 Taischet

Gegen 10:00 Ortszeit (5:00 Moskauzeit) erreichen wir unser erstes Ziel: Taischet.
Nach fast 77 Stunden Zugfahrt ! Wohl die längste Fahrt meines Lebens, egal mit was, am Stück !
4522 km und 5 Zeitzonen weiter !!
Wir werden mit einem Kleinbus vom Bahnhof abgeholt der uns nach Birjusa bringt, einem typischen Sibierischen Dorf. Dort angekommen werden wir von Privatleuten empfangen, können unser Gepäck unterstellen und es gibt ein typischen Frühstück.
Es folgt ein Dorfrundgang. Anschließend gibt es Mittagessen bei unserer Gastfamilie und am Nachmittag geht es per Boot auf dem Fluss Birjusa, heißt wie das Dorf, in die Taiga.
Dort wird auch zu Abend gegessen.
Nach Rückkehr zu unserer Tagesunterkunft haben wir noch die Möglichkeit einen Saunabesuch in der Banja zu machen. Kommt ganz gut nach der langen Bahnfahrt ohne Duschen :-).
Gegen 21:30 werden wir zurück zum Bahnhof gebracht, wo der Zug Nr. 80 uns nach Irkutsk bringen soll. Der kommt mit einer guten Stunde Verspätung dann auch an, statt um 22:25 fahren wir um 23:45, völlig gar trinken wir noch einen Absacker bei Eva und Markus (haben sich ein Zweierabteil gegönnt) und fallen dann später in unserem Abteil in unsere Betten.

Bahnhof Taischet

Haus unserer Gastfamilie ... links die Küche :-)

Das Dorf ...


In Sibirien ... in 6 Wochen hats hier wieder Schnee sagt man uns ...



Mittwoch, 28. August 2013

28.08.2013, Zug 100, irgendwo, um 17:48 Moskauzeit

Mittlerweile sind wir mitten in Sibirien. Wirklich gefühlt merkwürdig ist die Nummer mit der Zeitverschiebung. Ortszeit ist es jetzt 21:48. Wir sollten heute früh schlafen, morgen kommen wir in Taischet an … um 4:57 Moskauzeit. Wir sind dann schon wieder eine Zeitzone weiter, was bedeutet das es ca.10:00 Ortszeit ist. Was das für meine innere Uhr bedeutet weiss ich noch nicht :-).
Gestern Abend haben wir ja noch ein bischen Sekt und Wodka auf dem Bahnsteig in Osmk genossen. Sehr schön :-) … Danach konnte man wieder schlafen wie ein Stein.
Der heutige Tag war eher unspektakulär. Wir hatten einen längeren Aufenthalt gleich am Morgen in Nowosibirsk.
So langsam hat man das mit der Reisegruppe auch drauf. Es gibt einen "Kartenclub", 4 Männer : "Weißhaar" Gerd, "Designbrillen" Gerd, "Waschsalon" Hans-Peter ( Wo gibt´s denn hier Bier ? ), "Fotografen" Paul, die beim Kartenspielen auf die Idee kamen zum Baikalsee zu fahren. Einer von denen war vor 30 Jahren im Winter schon mal dort und wollte immer mal im Sommer im See baden (der hat selbst im Sommer nicht mehr als 10-12 Grad !). Sie werden uns nach dem Baikalsee verlassen.
Dann sind da die „Itzehoer“ … Hans und Amke zusammen mit Hilke.
Ich will ja nicht immer übers Alter reden, aber die sind alle so zwischen 60 und 67 schätze ich mal :-)
Dann ist da Caroline aus St. Pauli, alleine unterwegs, von den „Itzehoern“ quasi adoptiert, sie ist die jüngste in unserem Trupp, immerhin U30. Sie und die "Itzehoer" werden mit uns nach Peking reisen.
Komplettiert wir das ganze von einem schweizer Ehepaar, ich denke mal die beiden sind die ältesten im Trupp, halten sich aber auch eher im Hintergrund. Ich glaube die fahren durch nach Wladiwostock. Und dann ist da noch Kerstin als allein Reisende, so unser Alter. Kommt aus Bremen aber gebürtig aus der Hamelner Ecke. Logisch das Kalli und Sie gemeinsame Leute kennen :-) ... auch sie fährt mit uns bis nach Peking.
Markus und Eva, fahren auch nach Wladiwostock … und Wolfgang und Brigitte, sie werden uns in der Mongolei verlassen, dort noch eine Woche verbringen und dann weiter über China nach Japan reisen. Wolfgang hat dort seinen Sohn und soll seinen Enkel das erste mal sehen.
Wir sind jetzt in der Taiga unterwegs, was nicht heißt das es nicht auch hier Birkenwäler gibt :-)


Nowosibirsk

Auf der Strecke ... mit Birkenwäldern
... und ... Birkenwälder :-)